Aktuelles
28.04. - 02.05.2010
Werkwochenbericht 2010, Bahnmühle
Jedan – dva – tri – priatno!
Das waren die ersten serbischen Worte, die wir lernten; zu deutsch: Eins – Zwei – Drei – Guten Appetit! Und sie sollten
nur einen Vorgeschmack bieten auf das, was wir an Sprache und Kultur noch lernen würden. In den wenigen Tagen, die wir, 9
Zivildienstleistende aus ganz Deutschland (Trier, Hamburg, Regensburg, Darmstadt, Essen, …), zusammen mit den 4 Teamern
Kersten, Christian, Christoph und Vinzenz auf der Bannmühle in Odernheim nahe Mainz verbrachten, erfuhren wir viel über
Serbien. Wir waren von Mittwoch bis Sonntag zusammen gekommen um den Projekteinsatz Friedensschritte zu planen, bei dem
wir im August für drei Wochen die zwei Flüchtlingslager Kalenic und Ora -letzteres zum ersten Mal- besuchen werden.
Doch eins nach dem Anderen: Nachdem wir alle stundenlange Anreisen mit Bus, Bahn oder Auto hinter uns gebracht
hatten, wartete Wolfgang Rieke, einer der Organisatoren, bereits mit Kaffee und Kuchen auf uns. In gemütlicher Atmosphäre
stellten wir uns zunächst vor und lernten uns bei geselligen Spielen besser kennen, bevor wir nach dem Mittagessen, bei
dem sich stets lustige und interessante Unterhaltungen ergaben, mit der ersten Spracheinheit begannen. Zwar lernten wir
die serbischen Zahlen schnell kennen und verstehen, waren dafür abends aber auch entsprechend erschöpft von einem langen
Tag. Die Pausen verbrachten wir dank dem herrlich-sonnigen Wetter beim Bolzen auf dem nahe gelegenen Fußballplatz oder
beim Erkunden des idyllischen Bio-Hofs am Fluss Glan und lernten uns dadurch schnell besser kennen.
Den zweiten Tag begannen wir gemeinsam bei einem ausgiebigen Frühstück, bevor erneut ein anspruchsvolles Programm auf uns
wartete: Neben weiterem, intensiven Sprachtraining, lernten wir auch die beiden serbischen Lager besser kennen, indem die
Teamer uns mit Hilfe einiger Fotos der letzten Jahre ihre Eindrücke, sowie die Situation im Lager schilderten. Sehr
aufschlussreich war auch eine kleine Geschichtsstunde am Ende des Tages, die uns über die Geschehnisse bezüglich des
Kosovo-Krieges informierte. Ein besonderes Highlight war schließlich die spontane Kanu-Tour, die wir am frühen Nachmittag
in drei Kanus aus dem Hof-eigenen Verleih auf dem Glan starteten. Dass wir bei der Erkundung der Umgebung nicht ganz
trocken blieben, war abzusehen und trug somit umso mehr zum Vergnügen bei, wie auch das anschließende gemeinsame
Fußballspiel.
Freitag früh wartete direkt nach dem Frühstück eine schwere Entscheidung auf uns: Wir mussten unsere 9-Mann-Gruppe, die
mittlerweile doch schon sehr an Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl gewonnen hatte, auf die zwei Lager aufteilen. Empfanden
wir das zwar als unangenehm, war es jedoch dringend nötig, um in der weiteren Planung fortfahren zu können; so steckten
wir also im weiteren Verlauf des Tages all unsere Energie in die Planung für August und stellten schließlich ein
umfangreiches Programm mit Basteleinheiten, Spielen wie Schokoladensee oder Brennball und natürlich jeder Menge Sport und
Bewegung auf. Ungefähr zur Mittagszeit bekamen wir außerdem Besuch von Gordana, einer in Deutschland studierenden Serbin, die
uns als native-speaker die Sprache, insbesondere die Aussprache, noch eindringlicher nahe brachte. Neben vielen nützlichen
Floskeln, die wir in lockerer Atmosphäre mit ihr übten, berichtete sie uns natürlich auch von ihren persönlichen Erfahrungen
mit dem Krieg, der Vertreibung und den Flüchtlingen.
Nach einer weiteren, kurzen Spracheinheit am Samstag, verließ uns Gordana leider auch schon wieder und wir vertieften uns
abermals in die Ausarbeitung des Lagerprogramms, der Organisation und weiterem Sprachtraining, sodass wir bis abends
unsere Erwartungen erfüllt hatten und uns mit einem geselligen Grillabend belohnen konnten, auf den wir uns alle schon
seit der Ankunft am Mittwoch gefreut hatten.
Schneller als gedacht kam dann auch schon der Sonntag, der letzte Tag der Werkwoche, der eigentlich durch und durch von
Aufbruch-Stimmung geprägt war. Ein letztes gemeinsames Frühstück in aller Ruhe - übrigens mit Besuch von Alois Bauer, einem
weiteren Organisator der Hilfsaktion-, eine Überarbeitung der Materialliste und schließlich eine Einweisung zur
Öffentlichkeitsarbeit, die uns dabei helfen sollte, Sach- und Geldspenden zu sammeln, bestimmten den Vormittag. Zum
Abschied, der den meisten von uns dann angesichts der schönen, ruhigen und produktiven Tage, die wir zusammen verbracht
hatten, doch schwer fiel, versammelten wir uns nochmals, um die Gruppe auf einem Foto festzuhalten, wünschten uns allen eine
schöne Zeit bis zum nächsten Treffen und brachen schließlich nacheinander auf.
Die Tage auf der Bannmühle waren für uns nicht nur aus organisatorischer Sicht äußerst wichtig; sie stellten auch eine
Art Ausbruch aus dem Alltag des Zivildienstes dar, eine ruhige, erholsame Zeit, in der wir die anderen Zivis kennen lernten
und so manche Freundschaft knüpften. Rückblickend waren es fünf schöne Tage, die wir gemeinsam verbracht hatten, und
jeder von uns freut sich gewiss schon auf die weiteren Treffen und den Einsatz im August.
Verfasst von Phillip Gernandt, Mai 2010
29.04. - 03.05.2009
Werkwochenbericht 2009, Bahnmühle
„Jedan, dva, tri, priatno“ sprechen wir im Chor und halten uns dabei an den Händen, bevor wir das Reste-Essen verputzen,
das wir am fünften Tag der Werkwoche zusammen gezaubert haben. Beim ersten gemeinsamen Essen hat bei diesem Ritual noch
mancher Zivi etwas belustigt an seinen Kindergarten gedacht, aber mittlerweile, an unserem letzten Tag, hat es für die
Gruppe eine Bedeutung bekommen, die schwer mit Worten zu erklären ist.
Sechs Zivis und drei, die es mal waren und dem Projekt seit ihrer Zivi-Zeit treu geblieben sind, sind am Mittwoch in der
„Bannmühle“ in Odernheim am Glan aus sieben verschiedenen Bundesländern zusammen gekommen. Hinter dem großen Wir, das sich
in dieser Woche ohne Unterscheidung zwischen Teamern und nur ein bis vier Jahre jüngeren Teilnehmern entwickelt hat, steht
die Idee, zu helfen. Ohne materiellen Lohn, ohne Zwang.
Wie fühlt sich ein Kind, das in Armut in einem Flüchtlingslager aufwächst, das für den Staat gar nicht mehr existiert,
in einer sich selbst überlassenen Familie, im täglich selben Angesicht der Resignation? Unsere Teamer haben uns an diese
Frage inhaltlich und auch emotional herangeführt. Sie haben uns mit dem brisanten und bis heute umstrittenen politischen
Hintergrund der Balkankrisen vertraut gemacht, und uns anhand von Bildern und Erste-Hand-Erzählungen aus den Lagern gezeigt,
was wir Neuen mit nichts als ein paar Spenden und unseren eigenen Händen und Ideen bewegen können. Sicher, wir werden im
Lager weder einen Brunnen bohren, noch ein Krankenhaus errichten oder andere große Wunder vollbringen.
Dafür haben wir in Odernheim Tag für Tag an unserem Dreiwochenplan für die Kinder in Kalenic gearbeitet und dabei selbst
alles, was an Spieltrieb in uns steckt, herausgelassen. Kicke(r)n, jonglieren, musizieren mit und ohne Instrumente,
spielen, glanbaden und vor allem lachen waren mit dabei. Das ging bis tief in die Nacht: mit erbitterten Mannschaftskämpfen
um die Krone des Allgemeinwissens (der 80er Jahre - Fragekarten sind teuer), mit der allmählichen, beinahe zeremoniellen
Zerlegung des Pressspan-Kickertisches in Sägemehl, mit „Lemon Tree“ am Lagerfeuerchen oder beim Familienduell-Revival mit
dem unverwechselbaren Charme und Witz der Original-TV-Show.
Und trotz zerknautschten Gesichtern und Gähnen im Kreis war vom frühen Morgen an bei der inhaltlichen Arbeit der Optimismus
und Tatendrang ungebrochen. Wahrscheinlich lag es an der guten Mischung aus Organisation und freiem Phantasieren, Politik,
Sprache, gemeinsam kochen, Wandern gehen und Kennenlernspiele testen – oder an der Atmosphäre zwischen uns Teilnehmern und
unseren Teamern, die trotz guter Vorbereitung und vieler Anreize (mit Recht) auf die Eigenverantwortung der Gruppe gesetzt
haben. Wahrscheinlich hat zu der außerordentlich konstruktiven Gruppendynamik und Streitkultur auch unsere unfehlbare wie
unbestechliche Rechtsprechung nach dem Schnick-Schnack-Schnuck-Prinzip beigetragen. Vielleicht sind diese Erklärungen für
die aufgebrachte Energie und die gute Stimmung aber auch nur der Versuch des Autors dieses Textes, über den
unverantwortlichen Konsum von Kaffee und Tabak hinwegzutäuschen.
Wie auch immer die Wahrheit über diesen Teil der Geschichte nun gelagert sein mag, leuchtendes Beispiel für die produktive
selbständige Arbeit der Teilnehmergruppe ist und bleibt das Lagerprogramm. Die täglichen Aktivitäten haben wir sechs
Neulinge im Projekt erstmal in Eigenregie geplant – und waren selbst überrascht, was dabei schon in den ersten 90 Minuten
vor unseren Augen entstand, was für Ideen selbst mit bescheidenen Mitteln umsetzbar sind. Von der Riesen-Flicken-Flagge
bis zum abenteuerlichen Mehrkampf der Lagerolympiade sind vermutlich genügend Ideen auf dem Plan, um einen ganzen Monat
mit Singen, Spielen, Tanzen, Lachen und Lernen zu füllen. Das Programm soll nach der Idee des Projektes ein Programm der
kleinen Wunder werden. Für die Kinder soll es ein Farbklecks, ein Aufrütteln aus dem Alltag sein, für einige vielleicht
sogar der entscheidende Anreiz, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen und dem Lager in Kalenic den Rücken zu kehren.
Immerhin wohnen viele Menschen dort seit nunmehr siebzehn Jahren unter konstant miserablen sozialen und materiellen
Bedingungen als Flüchtlinge.
Uns Helfern eröffnet das Projekt hingegen eine ganz neue Welt, deren Tor schon in der Werkwoche einen Spalt breit
aufgestoßen wurde: Es lässt eine eher zufällig zusammen gewürfelte Truppe in nur fünf Tagen zu einer eingeschworenen
Gemeinschaft zusammenwachsen, die sich dazu entschließt, für drei Wochen Nullsterne-Urlaub zu machen, angewiesen auf
Hände und Füße zur Kommunikation in einem krisengeschüttelten Land – und trotzdem ist am Ende dieser Woche für alle
klar: Wir schaffen das und werden auch noch eine Menge Spaß dabei haben. In vier Worten:
Jedan, dva, tri, priatno.
Verfasst von Max Freiburghaus, 2009
23.04. - 27.04.2007
Bericht Werkwoche 2007, Sohrschied
Vom 23.- 27.04.2007 fand in der VBS Sohrschied im Hunsrück die Werkwoche für den diesjährigen Einsatz statt.
Nach Ankunft am Kirner Bahnhof begaben sich die zehn aus ganz Deutschland angereisten Teilnehmer auf den Weg
in das Tagungshaus nach Sohrschied, wo die vier Teamer bereits mit einem Willkommenskaffee aufwarteten. Gemeinsam mit
zwei Verantwortlichen der Träger (in Person Wolfgang Rieke und Alois Bauer) wurden die letzten Fragen der Teilnehmer zum
Ablauf der Werkwoche und organisatorische Details geklärt. Danach begann das Programm das eigentliche Programm. Es ging
darum sich ein wenig näher kennen zu lernen und eine erste serbische Spracheinheit hinter sich zu bringen. Im Laufe der
Woche bereiteten die Teamer in vielen einzelnen Einheiten die neuen Teilnehmer auf ihren Einsatz in den Flüchtlingslagern
vor. Dazu gehörten u.a. eine ausführliche Vorstellung der Flüchtlingslager und der Situation der Menschen vor
Ort, Kommunikationseinheiten, Rollenspiele und tägliche Spracheinheiten.
Unterstützt wurden die Teamer von zwei Gastreferenten. Frank Wolf brachte den Zivildienstleistenden die Geschichte
Ex-Jugoslawiens und der Kriege näher und Gordana ... berichtete von ihrer eigenen Zeit als Flüchtling und half tatkräftig
beim Erlernen der serbischen Sprache. Beide waren ein großer Gewinn für die Werkwoche. Herzlichen Dank für diesen Einsatz.
Die restliche Zeit wurde von den Teilnehmern aktiv genutzt um die Programmplanung für die drei Wochen während des
Einsatzes vorzunehmen und die Öffentlichkeitsarbeit zu koordinieren. Zum Abschluss der Werkwoche wurden letzte noch
offene Fragen geklärt und eine Reflexion durchgeführt.
Im Verlauf der Werkwoche wuchsen die insgesamt 14 Personen, die den Einsatz Ende Juli 2007 gemeinsam starten werden, zu einer
großen Gemeinschaft zusammen. Wesentlichen Anteil daran hatten neben dem Programm die gemeinsam vorbereiteten
Mahlzeiten, kleinere Spiele zwischen den Einheiten und gemeinsam verbrachte Abendstunden, in denen viel Platz für
intensive Gespräche und ausgedehnte Singrunden mit Lagerfeuerathmosphäre war.
Das Projekt „Gehversuche, Friedensschritte – Zivis für Kinder in Serbien 2007“ während dieser Woche richtig
gestartet. Das Team geht nun voller Euphorie und Aktionismus in die drei AG-Treffen und die restlichen Aufgaben bis
zum eigentlichen Einsatzbeginn. Denn es gibt auch weiterhin noch viel Vorzubereiten.
Das nächste AG-Treffen findet am 12.5.2007 in Mainz statt. Wir freuen uns auf das Wiedersehen !
Tobi Küsters
21.03.2007
Infotag, Mainz
Am Mittwoch, den 21.03.2007 fand im Jugenhaus Don Bosco in Mainz der Infotag für den neuen Einsatz im Jahr 2007 statt.
Wolfgang Rieke und zwei der diesjährigen Teamer versuchten am Vormittag zunächst einmal den 9 anwesenden Zivildienstleistenden
zu erzählen, was das Projekt „Gehversuche – Friedensschritte – Zivis für Kinder in Serbien“ zu dem macht, wie
es sich heute darstellt. Themen waren die Entstehung des Projektes und die Durchführung in den ersten Jahren in Kroatien
und Bosnien, beteiligte Träger und Organisationen, Informationen über Serbien und die Kriege auf dem Balkan.Nach einem
stärkenden Mittagessen sollte im weiteren Verlauf ein reger Austausch an Erfahrungen der Teamer aus den letzten Jahren
stattfinden. Die Zivildienstleistenden, die sich für eine Mitarbeit an dem Projekt interessieren, stellten viele Fragen
zu der Situation vor Ort und über die Menschen und deren Lebensverhältnisse. Zum Abschluss standen dieses Tages in
Mainz (für viele die erste Berührung mit diesem Projekt) standen noch die vielen organisatorischen Dinge, die für solch
einen Einsatz von Nöten sind. Wie gestaltet sich ein Werkwoche, wann sind weitere Treffen geplant, wie läuft die
Öffentlichkeitsarbeit und wann geht es richtig los ?
Am Ende eines arbeitsreichen Tages gab es Gelegenheit noch einmal für sich bei Kaffee und Kuchen den Tag zu reflektieren.
Jeder stellte für sich die Frage ob und in welcher Form er gerne Teil des Projektes werden möchte. Insgesamt war es ein
sehr schöner Infotag im Jugendhaus Don Bosco. Die Teilnehmer äußerten große Zufriedenheit und Begeisterung für das
Projekt. Die meisten werden sich sicherlich zur Vorbereitung des Einsatzes in der Werkwoche in Sohrschied wieder
sehen. Wir freuen uns drauf !
Tobi Küsters
26.11.2006
Die Planung für 2007 hat begonnen. Anmeldung und Infos unter Kontakte an Wolfgang Rieke oder
hier
07.10.2006
Nachtreffen in Mainz findet statt
19.08.2006
Wir sind alle wieder gut zurück!
30.07.2006
Auf gehts - der Einsatz geht los! Am 19. August werden wir wieder zurück sein
29.07.2006
Projekt "Gehversuche - Friedensschritte"
Zehn ehemlige Zivildienstleistende engagieren sich in serbischen Flüchtingslagern
Mainz. In diesem Jahr werden zehn ehemalige Zivildienstleistende zu einem knapp dreiwö-chigen Einsatz in zwei
Flüchtlingslagern in Serbien aufbrechen. Die Zivis haben am Samstag, 29. Juli, im Hof des Bischöflichen Ordinariates
ihre Fahrzeuge beladen und wurden vom Mainzer Zivildienstseelsorger Wolfgang Rieke und Alois Bauer vom Referat
Weltmissi-on/Gerechtigkeit und Frieden verabschiedet. Die Gruppe startet am Sonntag, 30. Juli, im Rahmen des
Projektes "Gehversuche - Friedensschritte" in die Flüchtlingslager Cardak und Petrovac, 90 Kilometer bzw. 120
Kilometer von Belgrad entfernt. Das Projekt "Gehversuche - Friedensschritte" findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt.
Organisiert wird das Projekt "Gehversuche Friedensschritte" seit 1994 von den Zivildienst-seelsorgern der Diözesen Limburg,
Mainz und Trier mit Einsätzen von Zivildienstleistenden in kroatischen (1994 und 1996), bosnischen (1997-1999) und serbischen
(2001 und 2003 bis 2006) Flüchtlingslagern. Als Kooperationspartner arbeiten die Zivildienstseelsorgestellen der Bistümer
mit der katholischen Friedensbewegung Pax Christi und der serbischen Nicht-Regierungsorganisation "Zdravo da ste"
("dass es Dir gut gehe") zusammen, um eine gute Einbindung der Einsätze in eine fundierte und bewährte Arbeit vor
Ort zu gewährleisten.
GCL Region West unterstützt Projekt mit 2.000 Euro
Bei der Verabschiedung im Hof des Bischöflichen Ordinariates haben Vertreter der Gemein-schaft Christlichen Lebens
(GCL) Region West aus den Bistümern Fulda, Limburg und Mainz einen Scheck über 2.000 Euro für das Projekt überreicht,
das auf Spenden angewiesen ist. Die Mitglieder der GCL hatten das Geld unter anderem durch Kuchenverkauf und ein
Fußballtur-nier eingenommen.
Die Verantwortlichen verstehen den Einsatz der Zivildienstleistenden als ein Zeichen der Aussöhnung: aus dem gleichen
Land, das den Zweiten Weltkrieg begann, der auch im ehema-ligen Jugoslawien Hunderttausende Menschenleben forderte, kommen
junge Helfer, um das Leben der Ärmsten in der serbischen Gesellschaft für eine gewisse Zeit zu teilen. Sie möchten auch
deutlich machen, dass nach den Kriegen in Ex-Jugoslawien, in denen Hunderttausende Menschen ihre Heimat verloren, die
Opfer nicht vergessen sind. Allein in Serbien leben noch immer 540.000 Flüchtlinge aus Slawonien, der Krajina, Bosnien
und dem Kosovo.
Im Rahmen eines Vorbereitungsseminars haben sich die jungen Erwachsenen mit ihren Aufgaben vertraut gemacht. Themen waren
unter anderem die historischen und politischen Hin-tergründe der Konflikte auf dem Balkan und eine Einführung in die
serbische Sprache. In Rol-lenspielen wurden für den Alltag typische und oft belastende Situationen durchgearbeitet. Die
Freiwilligen haben dabei außerdem ihre Aktionen mit den Kindern und Jugendlichen in den serbischen Flüchtlingslagern
geplant, unter anderem Ballspiele, Malen, Ausflüge, Lagerolym-piade, Sprachunterricht (englisch), Instrumentenbau. Die
Freiwilligen wollen in erster Linie nicht als materielle Helfer auftreten, sondern als Menschen, die den Flüchtlingen
ihre Zeit schenken und sich auf die Begegnung mit ihnen freuen.
08.07.2006
AG-Treffen in Mainz, Absprachen und Übersicht schaffen
10.06.2006
AG-Treffen in Mainz
27.04.2006
Die Werkwoche findet statt (27.04.-01.05.), intensive Vorbereitung auf den Einsatz vor Ort
06.04.2006
Vortrag über das Projekt in Remscheid
20.03.2006
Der Infotag am 23.03.06 in Mainz fällt aus
20.01.2006
Fußballtunier am 30.01.2006 in Mainz.
Infos hier
05.12.2005
Die Planung für 2006 hat begonnen. Anmeldung und Infos unter Kontakte an Wolfgang Rieke.